Die exakte Bezeichnung dieser für die Raumfahrt entwickelten und schon mehr als 20 Jahre erfolgreich für orthopädische Implantate in der Humanmedizin eingesetzten Hochleistungskeramik ist Zirkoniumdioxid ZrO2, eine chemische Verbindung von Zirkonium und Sauerstoff. Zirkoniumdioxid ist eine sogenannte Oxidkeramik, also ein nicht metallischer Werkstoff.
Besondere Eigenschaften erlangt ZrO2 durch die Zugabe von 3% Yttriumoxid (Y2O3) und geringen Mengen (< 0,5%) Aluminiumoxid. Man spricht dann auch von stabilisiertem Zirkonoxid oder 3Y-TZP-A (3 mol-% Yttria - Tetragonal Zirconia Polycrystals – with Alumina”).
Dieses High-End-Material wird auch als keramischer Stahl bezeichnet, was auf die hohe Bruchfestigkeit zurückzuführen ist.
Klinischen und materialwissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Zirkoniumdioxid sich besonders durch geringe Temperaturleitfähigkeit und absolute Biokompatibilität auszeichnet. Negative Reaktionen bei Allergikern sind praktisch ausgeschlossen, es ist elektrisch nicht leitend und erzeugt somit kein Elektropotenzial. Für metallallergische und elektrosensible Patienten bedeutet dieses innovative Material die Chance einer verbesserten Lebensqualität bis hin zu völliger Allergie- bzw. Beschwerdefreiheit.
Erst durch den Einsatz hochsensibler und computerunterstützter Fertigungsanlagen (CAD/CAM), sowie durch exakte Kenntnisse des Materialverhaltens von Zirkoniumdioxid können die Idealforderungen wie
erfüllt werden. Durch den Einsatz dieser hochmodernen Technologie im Dentallabor ist es möglich, Zahnärzte und ihre Patienten mit Vollkeramik-Restaurationen zu versorgen, die im Hinblick auf Haltbarkeit, Verträglichkeit und Ästhetik derzeit unübertroffen sind.